Das 1x1 des guten Espresso

Klein, stark, schwarz: Das ist ein Espresso. In einer kleinen Porzellantasse serviert, erhält man mit einem Espresso 25 bis 30 Milliliter Kaffeegetränk. Für ihn werden dunkel geröstete Kaffeebohnen sehr fein gemahlen. Sodann wird heißer Wasserdampf mit hohem Druck durch dieses Kaffeemehl gepresst, wodurch ein konzentrierter Kaffee mit einer dichten Schaumschicht – der Crema – entsteht.

Die Bohne

Eine Kaffeebohne wird zur Espressobohne durch das harmonische Zusammenspiel von Säure und Bitterkeit. Aus diesem Grund werden meist verschiedene Kaffeesorten gemischt. Eine klassische Variante ist die Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen, wobei Robusta-Bohnen für eine stabilere und dickere Crema beigesteuert werden. Generell gilt: mit zunehmendem Arabica-Anteil in der Espressomischung steigt die Qualität der Kaffeespezialität. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch 100%-Arabica-Espressi, da sie aromatischer und nuancierter sind.


Die Röstung

Für Espresso werden die Kaffeebohnen länger geröstet als für normalen Kaffee. Die Dauer des Röstens hängt davon ab, wie viel Bitterkeit man erreichen möchte bzw. wie viel Säure im Espresso verbleiben soll. Dieses ist reine Geschmackssache: in Süddeutschland und Italien liebt man den Espresso etwas runder und bitterer (sehr dunkel geröstet), in Norddeutschland und Skandinavien liebt man ihn heller und säurebetonter.


Mahlgrad und Mehlmenge

Für einen Espresso wählt man einen sehr feinen Mahlgrad von 0,2 Millimeter (0,3 bis 0,5 Millimeter bei Filterkaffee). Die präzise Einstellung und Kontrolle ist wichtig, da sich der Mahlgrad direkt auf den Geschmack und das Aussehen des Espresso auswirken: Im Optimalfall läuft der Espresso mit einem feinen Strahl, dem sogenannten Mäuseschwänzchen, circa 25 Sekunden in die Tasse und bildet dabei eine geschlossene, stabile und haselnussbraune Crema mit Tigermuster (hellbraun mit dunkleren Streifen). Ist der Mahlgrad zu grob, läuft das Wasser zu schnell durch das Mehl und extrahiert zu wenig; im Ergebnis schmeckt der Espresso sauer und dünn, und die Crema ist sehr hell. Ist der Mahlgrad zu fein, läuft das Wasser zu langsam durch das Mehl, der Espresso überextrahiert und der Espresso wird bitter mit sehr dunkler Crema. Übrigens verwendet man üblicherweise 6 bis 8 Gramm Mehl pro Tasse Espresso.


Pressen/Tampen

Mit Tampen bezeichnet man das Andrücken des Kaffeemehls im Siebträger. Der Andruck sollte mit 20 Kilogramm Druck erfolgen, wobei darauf zu achten ist, dass der Tamper absolut gerade gehalten wird. (Tipp: Am Einfachsten gelingt dieses mit Hilfe einer Andrückunterlage) Beide Faktoren sind wichtig, damit das Wasser gleichmäßig durch den Siebträger laufen kann und den Espresso optimal extrahieren kann.


Das Wasser:

Beim Espresso wird so wenig Wasser genutzt, da muss man nicht auf dessen Qualität achten - Falsch! Ein Espresso besteht zu 98 Prozent aus Wasser. Und bei diesem hohen Anteil sollten Sie besonders gründlich auf die Auswahl Ihres Wassers achten, denn das Wasser hat zudem nur wenige Sekunden Zeit, das Wertvollste aus dem Kaffeemehl herauszulösen – die Aromastoffe. Und damit Sie größtmögliche Aromenvielfalt in der Tasse wiederfinden, muss das Wasser sehr effektiv genutzt werden. Und hier hat sich PUR PUR bewährt: PUR PUR bringt den Duft, den Geschmack und den Körper des Espresso sehr gut zur Geltung und glänzt mit einer einwandfreien Crema.


Zubereitung/Maschineneinstellung

Perfekter Espressogenuss braucht immer wieder die Hand des Menschen – zum perfekten Einstellen und Nachjustieren. Wenn Sie Ihren Espresso mit einer Siebträgermaschine zubereiten, stellen Sie sie bitte so ein, dass die Wassertemperatur 86 bis 90°C, der Druck 8 bis10 bar und die Brühdauer 22,5 bis 27,5 Sekunden beträgt. Denn Zusammenwirken von Hitze und Druck auf den Kaffee bewirkt die Extraktion der löslichen Stoffe wie Fette und Kolloide, die für da Aroma und die Konsistenz des Espresso verantwortlich sind. Messen Sie auch immer mal wieder die Temperatur des fertigen Getränks: Diese sollte 64 bis 70°C betragen.

 

Übrigens: Wenn Sie Ihren Espresso mit dem Herdkocher (Percolator) zubereiten, stellen Sie ihn einfach auf die Herdplatte. Das Wasser im unteren Vorratsbehälter wird dann zum Sieden gebracht, wodurch es durch den Überdruck durch ein feines Metallsieb durch das dahinter befindliche Espressomehl in den oberen Vorratsbehälter gepresst wird. Hier entsteht Ihr Espresso. Dieses Verfahren ist eine sehr einfache Möglichkeit einen Espresso herzustellen, bei der Sie allerdings auf die für einen Espresso typische Crema verzichten müssen.


Die Aufbewahrung

Auch beim Espresso gilt: Sein größter Feind ist der Sauerstoff. Denn ein Großteil der Aromastoffe im Espresso sind leicht-flüchtige Aromen, die bei Kontakt mit Luft sehr schnell entweichen. Lagern Sie daher Ihren Espresso möglichst luftdicht, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, kühl und trocken. Und mahlen Sie bitte immer nur so viel Espresso, wie Sie gerade verbrauchen. Ihrem Espressogenuss zuliebe!

 

Milch & Zucker

Die Verwendung von Milch & Zucker im Espresso hängt von den individuellen Vorlieben des Kaffeegenießers ab. Es gibt es basierend auf Espresso sehr viele, populäre Zubereitungsarten, die nicht auf Milch (& Zucker) verzichten können: Caffè latte, Latte Macchiato oder Cappuccino.

 

Erinnern Sie sich noch an den Mercedes, aus dem man zwar einen Käfer machen kann aber nicht umgekehrt? Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Kunst der Espressozubereitung – mit PUR PUR für perfekten Genuss.

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